Föderalen Flickenteppich überwinden – Bundesweite Standards für Kitas einführen

Zu den Vorschlägen für bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesstätten erklärte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Montag, 12.08.2103, in Berlin:

„Wir brauchen eine verlässliche Qualität in der frühkindlichen Bildung. Bundesweite Qualitätsstandards für die Kindertagesstätten sind längst überfällig. Bisher gibt es in Deutschland einen föderalen Flickenteppich in Sachen Kita-Qualität. Jedes Land legt seine eigenen Standards fest. Alle Kinder haben aber das gleiche Recht auf eine gute frühkindliche Bildung – egal, ob sie in Kiel, Köln, Dresden oder Nürnberg aufwachsen. Notwendig sind deshalb verbindliche Standards für die Erzieherausbildung, Gruppengrößen sowie die Zeiten für die Vor- und Nachbereitung, die für alle Kitas unabhängig vom Träger gelten müssen. Diese Standards dürfen keine Mindeststandards sein. Wir brauchen hochwertige Qualität für die Bildung und Betreuung unserer Kinder. Der Bund und die Länder müssen jetzt gemeinsam mit Gewerkschaften und Trägern solche Standards entwickeln.

Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ist ein zentrales gesellschaftliches Reformprojekt. Er wird jedoch allzu oft auf Kosten der Qualität umgesetzt, da viele Kommunen kurzfristig Dumpingangebote aus dem Boden stampfen. Größere Gruppen, schlechtere Arbeitsbedingungen und eine unzureichende Ausbildung der

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IMK-Indikator: Rezessionsgefahr leicht rückläufig – Kein Abschwung, aber wenig Wachstum

Die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft innerhalb der nächsten drei Monate in eine Rezession gerät, ist nach wie vor ausgesprochen gering. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung.

Für den Zeitraum von August bis Ende Oktober 2013 weist das IMK-Frühwarninstrument eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 2,9 % aus. Die letzte Prognose vom Juli verzeichnete noch einen Wert von 5 %. Weiterlesen

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Zum 100. Todestag August Bebels: Ausstellung | Diskussion | Aktion

Berlin, Fr. 9. August bis Sa 31. August 2013

Vor 100 Jahren starb August Bebel. Als „Arbeiterkaiser“ genoss er zu Lebzeiten idolhafte Verehrung: als Begründer der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung, als begnadeter Redner und Kämpfer für bessere Arbeitsbedingungen und die Gleichstellung der Frau, als Antimilitarist und Kritiker der deutschen Kolonialpolitik. Noch heute taugt Bebel für viele politisch Aktive als Identifikationsfigur. Mit einer Ausstellung, Diskussionen und Stadtführungen würdigt das August Bebel Institut seinen Namensgeber.

Was bleibt von jenen Ideen, die Bebel vorgezeichnet hat?

Wo müssen wir Bebel widersprechen?

Wo ihn weiterdenken?

Diesen Fragen geht das August Bebel Institut im „Bebel-August“ nach. Den Rahmen dafür liefert eine Ausstellung zum politischen Wirken Bebels und zu dessen aktueller Relevanz. Begleitet wird die Ausstellung von Diskussionen, die sich Themen widmen, die für Bebel zentral waren und aktuelle Positionen dazu in den Blick nehmen.

So kommen zur Ausstellungseröffnung am 9.8. Bebel-Biografen miteinander ins Gespräch; am 13.8. ehren wir den 100. Todestag August Bebels mit einem Open Air-Wort- und Musikprogramm. Am 15.8. geht es um das Verhältnis der Sozialdemokratie zum Kolonialismus, und am 25.8. fragt Oskar Negt: „Wie hältst Du es mit den Gewerkschaften“? Ein Filmabend und eine Stadtführung thematisieren das politische Verhältnis Bebels zu seiner Weggefährtin Rosa Luxemburg.

Quelle: www.august-bebel-institut.de

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Ins Kölnische Stadtmuseum für 125 Cent

Am Mittwoch, den 14. August 2013, feiert das Kölnische Stadtmuseum Geburtstag: Vor genau 125 Jahren wurde das Kölnische Stadtmuseum unter dem Namen „Historisches Museum der Stadt Coeln“ als eines der ersten seiner Art in Deutschland gegründet.

Aus diesem Anlass senkt das Haus an der Zeughausstraße an diesem Mittwoch den Eintrittspreis für die Jubiläumsausstellung „125 Jahre Kölnisches Stadtmuseum. 125-mal gekauft – geschenkt – gestiftet“. Die Besucherinnen und Besucher müssen lediglich den symbolischen Betrag von 125 Cent bezahlen.

Um 18 Uhr führt Direktor Dr. Mario Kramp außerdem persönlich durch die Schau, die die Vergangenheit des Stadtmuseums, die große Vielfalt seiner Sammlung und zugleich die Kölner Geschichte Revue passieren lässt.

www.koeln.de

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100. Todestag von August Bebel – ein Kommentar

August Bebel, der große Arbeiterführer, ging immer mit der Überzeugung zu Bett, dass es bis zur Revolution nur noch wenige Tage dauert. Das ist passé, Bebel ist 100 Jahre tot. Nicht passé ist die Idee, dass aus einer erschreckend ungerechten Gesellschaft wieder ein Land der guten Nachbarn werden muss. Nur gelingt es der SPD und Steinbrück nicht, diese Idee mit Leben zu füllen.

In Joseph Roths Roman „Radetzkymarsch“, der vom Zerfall der Donaumonarchie handelt, gibt es eine zum Heulen ergreifende Szene: Da besucht der alte Bezirkshauptmann seinen sterbenden Diener; und der versucht, unter dem Bettlaken die Hacken zusammenzuschlagen. So ähnlich ist es heute, wenn an das Bett der maladen Sozialdemokratie ihre Geschichte tritt.

Das Jahr 2013 ist ein Gedenkjahr: Am 13. August 1913 starb SPD-Gründervater August Bebel, ein Drechsler, der zum Kaiser der Arbeiter avancierte. Sein Nachfolger wurde Friedrich Ebert, der spätere erste Reichspräsident der ersten deutschen Demokratie. Und am Ende dieses Schicksalsjahres 1913 wurde Willy Brandt geboren. Weiterlesen

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