Ministerin Löhrmann begleitet Schüler nach Auschwitz – Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 68. Mal. Schulministerin Sylvia Löhrmann reist für drei Tage nach Polen und wird Schülerinnen und Schüler aus drei nordrhein-westfälischen Schulen bei ihrem Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers begleiten. Am Sonntag wird die Ministerin im Rahmen der Hauptzeremonie zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz in der heutigen Gedenkstätte einen Kranz niederlegen.

Ministerin Löhrmann betonte, wie wichtig es sei, die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Diktatur auch in der schulischen Arbeit wachzuhalten. „Die Gedenkstätte Auschwitz erinnert und mahnt uns zugleich. Wir sind vereint in unserem Streben, Gefahren für ein friedliches Miteinander schon in ihren Anfängen abzuwehren. Unsere Schulen sollen Orte der gelebten Demokratie und Toleranz sein. Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, Gedenkstätten wie Auschwitz besuchen“, so die Ministerin.

Die Förderung einer Erinnerungskultur ist ein zentraler Baustein des Gesamtkonzepts der politischen Bildung, das von der Landesregierung erarbeitet wird. Ziel ist die Prävention von Extremismus und Fremdenfeindlichkeit und die Stärkung der Demokratie- und Friedenserziehung. Schülerinnen und Schüler sollen ermutigt werden, verantwortungsvoll und aktiv zu einer gewaltfreien und demokratischen Gesellschaft beizutragen. Das Schulministerium unterstützt die Projekte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Schule ohne Homophobie – Schule der Vielfalt“.

Die an der Fahrt teilnehmenden rund 70 Schülerinnen und Schüler kommen vom Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in Krefeld, von der Gesamtschule Willy Brand in Kerpen und von der Gesamtschule Nettetal. Sie haben sich bereits lange im Vorfeld fächerübergreifend im Unterricht und im Rahmen von Projekten auf ihren Besuch in Auschwitz vorbereitet. Eine umfassende Nachbereitung ist ebenso vorgesehen. Ministerin Löhrmann: „Es ist sehr wichtig, dass Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht und auch an außerschulischen Lernorten über das Vermitteln von Wissen hinaus angeregt werden, sich mit diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei darf nicht zu kurz kommen, dass sie das Gesehene und Erfahrene verarbeiten. Mein Dank gilt den engagierten Lehrerinnen und Lehrern, die mit ihrer pädagogischen und didaktischen Begleitung den dafür nötigen Raum bieten.“

Gefördert wird die Fahrt der Schülerinnen und Schüler, ebenso wie zahlreiche weitere Studienfahrten nordrhein-westfälischer Schulen nach Auschwitz, von der Stiftung „Erinnern ermöglichen“. Erklärtes Ziel der Stiftung ist es, jeder Schülerin und jedem Schüler aus Nordrhein-Westfalen einen Studienaufenthalt in der Gedenkstätte Auschwitz zu ermöglichen. Vor Ort bietet die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz vielfältige Workshops für Jugendliche an.

Quelle: www.nrw.de