Weniger Schulabgänger in NRW 2015 ohne Hauptschulabschluss

Düsseldorf. Im Sommer 2015 gingen in Nordrhein Westfalen 11 054 Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss von einer allgemeinbildenden Schule ab. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 5,5% weniger als 2014 (damals: 11 695). Der Anteil der Schüler ohne Hauptschulabschluss an allen Schulabgängern sank 2015 auf 5,3% (2014: 5,5%).

6,2% der männlichen und 4,5% der weiblichen Abgänger verließen im Sommer 2015 ohne Hauptschulabschluss die Schule.

Mehr als die Hälfte (6 730) der 11 054 Abgänger ohne Hauptschulabschluss erreichte 2015 einen Abschluss an Förderschulen; dort kann je nach Förderschwerpunkt kein Hauptschulabschluss erworben werden. 1 912 dieser Jugendlichen erzielten hier einen Abschluss im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung” und 4 818 im Förderschwerpunkt „Lernen”.

Im Sommer 2015 verließen 4 324 junge Menschen die Schule ohne jeglichen Abschluss; das waren 2,1% (2014: 2,6%) aller Schulabgänger.

Quelle: www.it.nrw.de

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Neue Unterkunft für Flüchtlinge in Bilderstöckchen

Die Stadt Köln hat in den vergangenen Monaten das ehemalige Katastrophenschutzzentrum in der Robert-Perthel-Straße (Köln-Bilderstöckchen) teilweise zu einer Unterkunft für Geflüchtete umbauen lassen. Die Belegung wird noch in dieser Woche erfolgen. 

Die Berufsfeuerwehr nutzt das Gebäude, das der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gehört, im Erdgeschoss weiterhin zur Ausbildung und als Lager. Das Amt für Wohnungswesen hat das erste und zweite Obergeschoss der Immobilie für die Unterbringung von maximal 156 Flüchtlingen vorbereitet.

Auf beiden Etagen gibt es „Schlafkojen“ unterschiedlicher Größe. Diese sind jeweils von einer Dreiviertelwand umgeben, damit die Privatsphäre gewahrt bleibt und ausreichend Tageslicht einfallen kann. Darüber hinaus hat die Stadt Gemeinschaftssanitäranlagen eingerichtet. Das Deutsche Rote Kreuz ist damit beauftragt, die Geflüchteten zu verpflegen, beraten und zu betreuen.  Weiterlesen

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Bildungsstand syrischer Flüchtlinge – 5 Gerüchte auf dem Prüfstand

Über syrische Flüchtlinge kursieren in den Medien und Sozialen Netzwerken viele Gerüchte: Die meisten seien Analphabeten und kaum ausgebildet. Diese Behauptungen sollen hier überprüft werden. Da noch keine repräsentativen Daten über die Qualifikationen der Flüchtlinge in Deutschland existieren, gibt ein Blick auf die Bildungsstruktur in Syrien vor dem Krieg gute Anhaltspunkte. Bereits seit 2011 befasst sich das IW Köln im Rahmen des vom BMWi finanzierten Projektes BQ-Portal mit dem syrischen Bildungssystem.

Aussage Nummer 1: Zwei Drittel der Syrer sind (funktionale) Analphabeten

Die Analphabetenrate in Syrien lag im Jahr 2011 bei ca. 15%, bei den 15- bis 25-Jährigen sogar bei nur 3,5%. Funktionale Analphabeten sind laut OECD Personen, die nur sehr eingeschränkt lesen und schreiben können. Wie hoch die Rate der funktionalen Analphabeten in Syrien bis zum Kriegsausbruch war, lässt sich nicht ermitteln, da Syrien nie an dem internationalen Bildungsvergleich PISA teilgenommen hat.

Beteiligt hat sich Syrien nur an der Studie TIMSS 2011, in der die mathematischen Fähigkeiten von Schülern getestet wurden. Hier belegte Syrien im Vergleich Platz 39 von 42 Ländern und schnitt damit sehr schlecht ab. Fest steht jedoch: Die Einschulungsquote in Syrien war in den letzten Jahren sehr hoch und lag 2011 bei 97% eines Altersjahrgangs. 1981 wurde die sechsjährige Schulpflicht eingeführt und 2002 auf neun Jahre erhöht. Damit wollte die Regierung die damals noch höhere Analphabetenrate senken. Auch das Erlernen von Englisch oder Französisch, und damit der lateinischen Buchstaben, ist in den Curricula der syrischen Schulen verankert. Allerdings haben seit Ausbruch des Bürgerkriegs vermutlich viele Jugendliche durch ihre Flucht über einen längeren Zeitraum keine Schule besucht. Weiterlesen

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NRW schiebt 102 abgelehnte Asylbewerber nach Albanien und in den Kosovo ab

Nordrhein-Westfalen hat am 03.Mai 2016 insgesamt 102 Menschen von Düsseldorf nach Albanien und Kosovo zurückgeführt. Am Dienstag startete vom Flughafen Düsseldorf eine Chartermaschine mit dem Ziel Tirana und Pristina. An Bord waren 61 abgelehnte Asylbewerber aus Albanien und 41 Menschen ohne Bleibeperspektive aus dem Kosovo. „Wird ein Asylantrag abgelehnt, sollten die Menschen freiwillig ausreisen. Dabei werden sie beraten und unterstützt. Ansonsten setzen wir die Rückführung konsequent durch“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Im Jahr 2015 sind in NRW insgesamt 12.209 Menschen ausgereist, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Darunter waren 7.814 Personen die bei der freiwilligen Rückreise durch die IOM finanziell unterstützt wurden. Neben Albanien (3.171) kamen die meisten von ihnen aus Serbien (1.228) und dem Kosovo (1.159). Seit Jahresbeginn haben in NRW bereits 3.397 Menschen das Angebot der freiwilligen Rückkehr in Anspruch genommen und 1.324 Personen wurden abgeschoben. NRW ist damit im Ländervergleich auch im Jahr 2016 bei den Rückführungen vorn und hat seine Zahlen im Vergleich zum 1. Quartal 2015 (678) deutlich gesteigert.

Das Land unterstützt die Kommunen weiterhin bei der Rückführung. Personen, deren Asylantrag abgelehnt wird und die kurzfristig  zurückgeführt werden können, sollen grundsätzlich in den Landeseinrichtungen verbleiben. In diesen Fällen wird die Rückführung vom Land eingeleitet. Durch diese beschleunigten Asylverfahren für Asylsuchende ohne Bleibeperspektive sollen die kommunalen Ausländerbehörden bei ihren Aufgaben entlastet werden. Können abgelehnte Asylbewerber nicht innerhalb von sechs Monaten zurückgeführt werden, muss das Land diese Menschen nach dem Asylgesetz den Kommunen zuweisen. Hinderungsgründe für eine Rückführung können zum Beispiel die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Herkunftsstaaten oder schwerwiegende Krankheiten sein.

Quelle: www.nrw.de

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AfD: Auch eine Partei der Besserverdiener

Arm und wenig gebildet – so sieht für viele ein typischer AfD-Unterstützer aus. Doch das stimmt nicht, zeigt eine Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Die Klientel der „Alternative für Deutschland“ zählt durchaus zu den Besserverdienenden, die sich dennoch Sorgen um Zuwanderung machen.

Die Flüchtlingskrise hat die politische Landschaft in Deutschland tiefgreifend verändert, vor allem die AfD konnte neue Wähler gewinnen. Klar schien: Die einkommensschwachen und schlechter gebildeten Bürger unterstützten die Anti-Zuwanderungspolitik der AfD – vor allem aus Angst vor Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt oder im Sozialsystem.

Doch die IW-Forscher zeigen mithilfe des aktuellsten Sozio-oekonomischen Panels von 2014: Bereits damals war der Anteil der Befragten, die sich große Sorgen um Zuwanderung machen, bei der AfD mit 62% höher als bei CDU (27%), CSU (30%) oder SPD (23%). Unter allen Befragten bestand lediglich ein schwacher Zusammenhang zwischen Einkommen und Sorgen um Zuwanderung. Gleichzeitig gehörte gut ein Drittel der AfD-Unterstützer zum einkommensreichsten Fünftel der Bevölkerung, ähnlich viele wie bei Union und Grünen.

Nur 15% gehörten zum Fünftel mit dem geringsten Einkommen, auch das Bildungsniveau war überdurchschnittlich. Diese Einkommensstruktur unterschied die AfD etwa von der NPD, deren Unterstützer zu 31% im einkommensärmsten Fünftel zu finden waren. Weiterlesen

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